Vor dem Start der EM
16. August 2016

Vorbericht zu den 3. Junioren-Europameisterschaften

25.-27. August 2016 in Karlsruhe

Zum ersten Mal finden die 3. Junioren-Europameisterschaften der Gehörlosen in Deutschland statt, welche mit drei Altersklassen U18, U20 sowie U23 vom 25.08.-27.08.2016 im Carl-Hoffmann-Stadion in Karlsruhe ausgetragen werden. An dieser Veranstaltung nehmen ca. 135 Athleten und 50 Offiziellen aus 19 Ländern teil. Aus dem Gastgeberland nehmen 20 Sportler (9 Athletinnen und 11 Athleten) sowie 5 Offizielle teil. Von der deutschen Generalsekretärin Diana Aleksic wird die deutsche Leichtathletikmannschaft delegiert. Junioren-EM werden alle zwei Jahren ausgetragen. Ganz spannend ist hierbei, dass man immer wieder oft neue Talentathleten entdecken kann, wobei sie große Hoffnungen auf spätere Teilnahmen wie an der WM bzw. Deaflympics haben könnten.


Das deutsche Team

Hier werden nur einige deutsche Athleten aufgezählt, deren Aussicht auf Medaillen groß sind. Delia Gaede konnte bei der (Aktiven) Hallen-EM in Torun (Polen) bereits erste große internationale Erfahrungen sammeln. So verpasste sie knapp eine Bronzemedaille in ihrer Paradedisziplin Hochsprung. Bei der Junioren-EM wird sie als eine der Favoritinnen gehandelt. Ihre stärkste Konkurrentin in dieser Disziplin könnte die deutsche Alessia Melchiorre sein. Bis zum Redaktionsschluss war die komplette Meldeliste noch nicht vorhanden, daher kann man über andere Konkurrentinnen aus dem Ausland bisher nicht urteilen. Neben dem Hochsprung ist der Staffellauf eine sehr spannende Disziplin, wo der Teamgeist gefragt ist. Möglicherweise werden Delia Gaede, Alessia Melchiorre, Luisa Weigel, Sheila Schlechter sowie Sarah Usadel beim Staffellauf U20 an den Start gehen. Ziel ist es, mit der 4 x 100 m Staffel in den Medaillenrang zu laufen. Auf das junge deutsche Team im Feld der vielen gemeldeten Staffeln darf man gespannt sein.

Neben dem Hochsprung und Staffellauf stehen andere junge Leichtathletinnen im Weitsprung und in Sprintdisziplinen hervorragend da, jedoch hängt es alleine von der Tagesform und Unterstützung ab.

In der männlichen Jugendaltersklasse U18 gibt es eine ungemein spannenden „Schwedenstaffel“, 400 m – 300 m – 200 m – 100 m. Für diese selten ausgetragene Staffeldisziplin ist ein deutsches Team selbstverständlich auch angemeldet. Für Deutschland könnten Kevin Schley, Janos Giuranna, Jonas Marok und Anton Schaulo an den Start gehen. In den Einzeldisziplinen wie im Wurfbereich, Kugelstoßen und Diskuswurf sind zwei starke deutsche junge Talente mit Erik Heydrich und Kevin Schley dabei. In den Sprintläufen darf man auf die jungen deutschen Wilden, Jonas Marok, Janos, Giuranna und und Anton Schaulo gespannt sein. Beim Weitsprung wird Anton Schaulo im Wettkampf vorne mitreden können.

Bedauerlicherweise gibt es in der Altersklasse U20 nur wenige gute Leichtathleten. Renè-Pierre Nadler gehört zu einem besten deutschen Hochspringer und wird sich im Starterfeld der europäischen Hochspringer gut in Szene setzen können.

Nadine Brutscher und Michael Rumancev sind erfahrenste Teilnehmer im deutschen Team. Die beiden starten in der U23-Alterklasse. Die Paradedisziplinen (Hochsprung und Hürdenlauf) von Nadine Brutscher wurden leider aufgrund geringerer Meldezahl gestrichen. Daher wird sie beim Weitsprung sowie an beiden Staffeln an den Start gehen. Im Weitsprung wird es darum gehen, ihre persönliche Bestleistung anzugreifen, um bei der Medaillenvergabe dabei sein zu können. Svenja Kramer, Marta Schöller sowie Katja Rakusa gehören ebenfalls dem Staffelteam an.

Die Stärke von Michael Rumancev ist der Sprintlauf, von 100 m bis 400 m. Selbstverständlich darf er im starken Staffelteam nicht fehlen. Starke Unterstützung bekommt er von seinen Kollegen Vitalij Martyn, Sascha Kindler und Pierre-Renè Nadler. Diese Formation hat eine Medaille fest im Blick. Niklas Mang kann seine Konkurrenten aus ganz Europa im Weitsprung richtig ärgern.

Über tatkräftige Unterstützung der deutschen Fans würde sich das ganze deutsche Leichtathletikteam sehr freuen, denn mit starker Anfeuerung lässt sich meistens leichter zum Ziel laufen, springen und werfen als ohne Zuschauer.

Der Ausrichter hofft auf eine schöne und natürlich erfolgreiche Veranstaltung unter hoffentlich guten Wettkampfbedingungen.

 
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